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Nachhaltiger Beton

Beton ist der wohl gefragteste Baustoff weltweit. Das Problem ist, dass seine Herstellung mit dem Ausstoß vieler Treibhausgase verbunden ist. Wie Beton nachhaltig und umweltfreundlicher hergestellt wird, welche Alternativen zu Beton bestehen und welche Ansätze am erfolgreichsten scheinen wollen wir im Folgenden genauer beleuchten. Beton besteht aus Zement, Wasser, Sand und Kies. Sobald diese Mischung aushärtet, erhalten wir einen künstlichen Stein, welcher in fast allen Gebäuden der Welt verbaut ist.

Lange Lebensdauer & ressourcenschonend

C3 Carbonbeton

Einer dieser Ansätze minimiert die benötigte Menge an Beton und kann dadurch gute Ergebnisse erzielen. Innerhalb des Massivbaus wird klassischerweise sogenannter Stahlbeton verwendet. Dieser besteht aus Beton und Bewehrungsstahl. Letzterer dient als Verstärkung und wird nach Einbau in die Schalung mit Beton vergossen. Der Einsatz von Stahlbeton hat jedoch im Vergleich zu innovativeren Baustoffen wie dem Carbonbeton einige Schwächen. Zum einen gäbe es da die sog. Karbonatisierung. Dabei handelt es sich um eine chemische Reaktion, die bei Anwesenheit von Feuchtigkeit und Kohlendioxid abläuft. Diese Reaktion schadet zwar nicht dem Beton, im Gegenteil die Festigkeit wird sogar erhöht, doch es entsteht eine Bewehrungskorrosion, welche starke Schäden am Bauteil verursachen kann.

Vorteile Carbonbeton

Carbonbeton löst alle mit Rost in Verbindung stehenden Probleme, denn er ist nicht von dieser Reaktion betroffen. Dadurch ist die Lebensdauer gegenüber Stahlbeton deutlich erhöht und der Einsatz somit ein Stück nachhaltiger. Ein weiterer Vorteil von Carbonbeton ergibt sich aus der wesentlich leichteren Bauweise. Durch weniger Gewicht der Carbon Bewehrung, braucht es auch deutlich weniger Beton und der Verbundstoff kann deutlich dünner verwendet werden (2-3 cm Dicke statt 8 cm).

Bauschutt statt neuem Rohstoff

Recyclingbeton

Das Recycling von Beton ist ebenfalls ein Ansatz für nachhaltiges Bauen. Bei Recycling-Beton oder auch RC-Beton, wird der für die herkömmliche Herstellung benötigte Kies durch wiederaufbereiteten Bauschutt ersetzt. Umso reiner der Bauschutt, desto besser die Qualität des Recyclingbetons. Bei Verwendung von Recyclingbeton kommt es sowohl statisch als auch optisch zu keinen Einbußen, da dieser, dem konventionellem Beton bauphysikalisch in nichts nachsteht.


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Nachteile Recycling-Beton

Aufgrund der höheren Porosität des Bauschutts sind Wasserbedarf und Zementbedarf von Recyclinbeton höher als bei konventionellem Beton. Da aber insbesondere Die Herstellung von Zement alles andere als klimaneutral ist, kommt es hier zu starken Einbußen in Bezug auf die Nachhaltigkeit, die durch das Einsparen von natürlichen Ressourcen wie bspw. Kies nicht wieder wett gemacht wird.Es gibt also verschiedenste Beton Alternativen und Ansätze für nachhaltigen Beton, doch jede davon muss noch weiter ausgereift werden, bis wir von“ klimaneutral Bauen“ sprechen können. Fakt ist jedoch, dass jede der vorgestellten Alternativen einen deutlich besseren ökologischen Fußabdruck aufweist als klassischer Stahlbeton.